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Zum Presse Café
Muss die Bergstadt wirklich erst aufgerüttelt werden?
17. 8. 2010, Bad Grund (hef) Da sucht man auf den "offiziellen" Bad-Grund-Sites nach der Weltkultur-Anerkennung und findet auf der Verwaltungsseite einen lapidar aus dem "Seesener Beobachter" übernommenen Zeitungsartikel. Auf der viel gepriesenen und mit viel Geld gesponserten "Harzer Sonnenseite"?: NICHTS! In der Tourismusseite des "Gesundheitszentrums": NICHTS!
Und was passiert am Welterbestandort Bad Grund?
Wartet man hier, bis die Unesco höchspersönlich anreist und Geld, Werbung und Angebote andient?

Auf der Harzbote-Online-Seite des Gesundheitszentrum wird seit heute speziell auf den 3. Klostermarkt in Walkenried - Klösterliche Traditionen hingewiesen. Diese Veranstaltung hat eigentlich nichts mit dem Welterebe zu tun. Dennoch wird - mit einem nicht übersehbaren Seitenhieb auf unsere kritischen Beiträge hier - folgender Zusatz in fetten Lettern hinzu gefügt:

Jedoch - schön, dass die Grundner wenigstens Werbung für andere Harzorte machen, wenn sie es schon für sich selbst nicht hin kriegen.
Bad Sachsa - nicht Welterbestätte - macht es vor
Auf der Startseite der Tourismusseite und einer Sonderseite von Bad Sachsa wird den potentionellen Sachsa-Gästen die Welterbe-Entdecker-Tour vorgestellt, mit Lageplänen, Tipps, Verweisen und eigenen "Angeboten":
Die ersten Zeugen der Welterbestätte Oberharzer Wasserwirtschaft erreichen Sie schon nach 12 km, also knapp 16 Minuten Fahrtzeit mit dem Auto von Bad Sachsa aus.
Das UNESCO-Welterbekomitee hat das weltweit einmalige Oberharzer Wasserleitsystem in die Liste des Kultur- und Naturerbes aufgenommen und damit die Welterbestätte "Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar" erweitert.
Die Welterbestätte "Oberharzer Wasserwirtschaft" ist eines der weltweit größten vorindustriellen Energieversorgungssysteme. Es besteht aus 107 historischen Teichen, 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasserläufen, deren Bau bereits im 13. Jahrhundert von Walkenrieder Zisterziensermönche im Harz begonnen wurde. Das ausgeklügelte Netz aus Teichen, Gräben und Wasserläufen ermöglicht, die Nutzung von Wasserkraft, um die Maschinen für den Bergbau anzutreiben. Bis 1866 wurde das System weiter ausgebaut. Es erleichterte die Arbeit in den Harzer Erz-, Blei- und Silberminen und trug maßgeblich zur Entwicklung des Harzes als eine der bedeutendsten Bergbauregionen bei. Heute stehen die Anlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft unter Denkmalschutz, werden aber teilweise noch zur Trinkwassergewinnung genutzt.
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Ausflugstipps zum Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft
WasserWanderWege – Wandern am Oberharzer Wasserregal
Entdecken Sie die Anlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft bei Wanderungen entlang der Teichketten und genutzten, als auch stillgelegten Gräben. Auf insgesamt 22 WasserWanderWegen der Harzwasserwerke können Sie alte Radstuben, Stollenmundlöcher und Pingen (Vertiefungen) entdecken. Zudem bieten Ihnen 300 Wappentafeln und 100 Informationstafeln viel Wissenswertes über die Anlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft. Das Netz der WasserWanderWege umfasst insgesamt fast 113 Kilometer. Die einzelnen Wanderwege sind zwischen 0,3 und 11,5 Kilometer lang.
Das Rehberger Grabenhaus
Nur 26 km von Bad Sachsa entfernt, nördlich von Sankt Andreasberg, befindet sich der Rehberger Graben und das Rehberger Grabenhaus. Der Rehberger Graben ist ein wichtiger Bestandteil des UNESCO-Welterbes "Oberharzer Wasserwirtschaft". Zur Zeit des Harzer Bergbaus wurde Wasser über die Gräben zu den Minen geleitet, um die dortigen Wasserräder anzutreiben und Wasserkraft zu erzeugen.
Das Rehberger Grabenhaus wurde im Jahr 1772 als Unterkunft für das Dienst- personal des Rehberger Wassergrabens errichtet. Seit dem 20. Jahrhundert wird es als Wirtshaus betrieben und ist heute als Waldgaststätte ein beliebtes Ausflugslokal für Wanderer und Mountainbiker.
In der ehemaligen Waschküche des Hauses, in der früher die Grabenwärter und Bergleute ihre Wäsche wuschen, befindet sich ein kleines Museum, das die Vergangenheit und die heutige Bedeutung des Oberharzer Wasserregals veranschaulicht. Ein maßstabsgetreues Miniaturmodell der Oberharzer Wasser- wirtschaft gibt Aufschluss über die gut durchdachte Wasserwirtschaft zur Zeit des Harzer Bergbaus. Zudem gibt es eine historische Werkzeugschau zu begutachten und auf Schau- und Infotafeln so manche historisch interessante Begebenheit aus der Harzer Vergangenheit nachzulesen.
Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg
Zum UNESCO-Welterbe zählt auch das Erzbergwerk Rammelsberg. Hier erfahren Sie alles über die 1000-jährige Geschichte des Harzer Bergbaus.
Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg
Die Tourist-Information Bad Sachsa hilft Ihnen gerne beim Planen Ihrer Welterbe-Entdecker-Tour.
"Stille Post"
- oder wie Presse und Verantwortliche mit Zahlen und Chroniken jonglieren
12. Aug. 2010, Harz (hef) Interessant, was man so alles lernen kann, studiert man mal deutschlandweit die Presse-Infos und Statements der Öffentlichkeitsvertreter und Verantwortlichen zum Thema der Harzer Welterbe-Stätten.
Zum einen werden - wohl ausgehend vom „Initiator der Bewerbung um den Unesco-Welterbe-Status", Professor Reinhard Roseneck - Walkenrieder Zisterziensermönche als die „wahren“ Urheber der Harzer Wasserwirtschaft aus dem Hut gezaubert. Zum vielfachen Erstaunen verdienter und versierter Harzer Wasserwirtschafts- und Bergbauexperten.
Zum anderen war noch 2003 von Roseneck, damals als Leiter des Rammelsbergmuseums, zu hören, Das wäre mithin so um 1000 vor Christi Geburt gewesen.
Das, so staunt der interessierte Laie, war doch sicherlich auch nicht so recht ohne ein Mindestmaß an wasserführender Technik und die dazugehörenden Kenntnisse zu bewerkstelligen gewesen.
Die große Frage: „Wie ist es möglich, dass „einfache“ Harzer bergbauliche Tätigkeiten verrichteten, obwohl sie erst weit mehr als 2.000 Jahre später (!), von schlauen Mönchen „auf die Spur gebracht“ werden mußten?
Denn erst 2007 zitiert die Braunschweiger Zeitung Roseneck und es wird aus einer geheimnisvollen, nicht näher beschriebenen Chronik über die Mönche angeführt: Weitere gut 100 Jahre danach (lt. BZ vom 02.6.2010): Seesen? Im Pandelbachtal vielleicht? Aber wieso wird dann Walkenried, und nicht der Standort "Münchehof" als Welterbe-Stätte ausgewiesen?
Zitat aus der Internetseite des Museums Klosters Walkenried (Museumsleitung: Prof. Dr. Reinhard Roseneck): Wie das, wenn sie doch bereits 75 Jahre zuvor schon aktiv Bergbau betrieben haben?
Die NGZ, unter Reisenews "Ein Besuch am Oberharzer Wasserregal", schreibt: Der Merkur wird regelrecht romantisch und fabuliert: Allerdings sind diese spärlichen Informationen, in ihrer Ausführlichkeit, auch schon alles, was man aus Presse und Internet über den allerorten zitierten bergbaulichen Erfindungsreichtum der Walkenrieder Zisterziensermönche, in ihrer Eigenschaft als Vorreiter und Wegbereiter der Oberharzer Wasserwirtschaft, erfahren kann. Nicht einmal in der Agenda „Geschichte Kloster Walkenried“ - auf der museumseigenen Website - findet sich ein Beleg über das montanträchtige Wirken der Mönche in wasserwirtschaftlich bedeutender Hinsicht. Im Gegenteil. Dort ist verzeichnet: Dessen ungeachtet avancierten die gleichen Mönche auf der Walkenrieder Orts-Website gar gleich zu den Wie gesagt, "belegt" wird das alles nirgendwo!
Und Stiftungs-Präsident Gert Hoffmann macht sogar, lt.Interview in der Braunschweiger Zeitung, aus Betriebszentrale der Welterbestätte Harzer Wasserregal?
Betriebszentrale der geplanten Stiftung für das "Historische Bergbau-Netzwerk"?
Oder Betriebszentrale für das, wie es Roseneck „vorschwebt“ neu zu bauende Museum eigens für die Wasserwirtschaft mit dem Zentralthema Wasser und Erde, zu dem es bereits konzeptionelle Vorarbeiten gäbe?
Nicht zuletzt im "HarzKurier" versteigt sich der Verfasser des Artikels "Wasserwirtschaft ist Weltkulturerbe" sogar zu der kühnen Behauptung: Ach was? Sind denn im HEZ (Konzept & wissenschaftl. Direktor: Prof. Dr. Reinhard Roseneck) nicht die Knochen und Funde der Förster Urahnen aus der Lichtensteiner Höhle "ausgestellt" sondern etwa die Gebeine der Walkenrieder Mönche, oder gar die der früh­geschicht­lichen Bergleute vom Rammelsberg?
.Quellenangaben zu der Verbindung Walkenried - Kloster Kamp - Münchehof
Wie aus einer Buchstabensuppe zusammen gepuzzelt
Diese Zahlen, der Presse entnommen - ohne weiteren Kommentar - hier gegenüber gestellt:
Unesco-Seite: Generationen von Oberharzer Bergleuten bauten über
150 künstliche Teiche
500 Kilometer Gräben 30 Kilo­meter unter­irdische Wasser­läufe und 150 Kilo­meter Wasser­lösungs-
stollen.
Harz-
Wasser­werke:
Im Oberharz sind auf jeden Fall etwa
120 Teiche
mehr als 500 km Gräben einschl. der etwa
30 km Wasser­läufe
Div. Zeitungen, DPA, Radio/TV: 149 Stauteiche rund
500 Kilometer Gräben
30 Kilometer größere Wasser­läufe und 160 Kilo­meter Wasser­stollen
Harzbote (Sab): Das System besteht aus 65 Teichen 70 Gräben und 20 km Wasser­läufen
Seesener Beobachter (und Samtge­meinde Bad Grund):
In diesem e i n e n Artikel selbst sind zwei sich unter­ein­ander wider­spre­chende Angaben
1.) Die Welterbe­stätte "Ober­harzer Wasser­wirt­schaft" besteht aus 107 historischen Teichen 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasser­läufen
2.) Gene­rationen von Ober­harzer Berg­leuten bauten über 150 künstliche Teiche 500 Kilometer Gräben 30 Kilometer unter­irdische Wasser­läufe und 150 Kilo­meter Wasser­lösungs-
stollen.
Braunschweiger Zeitung am 02.06.2010 Erhalten sind laut Roseneck 70 Teiche 70 Kilometer oberirdische und 20 Kilometer unterirdische Gräben
Die Unesco hat die Harzer Wasserwirtschaft zum Weltkulturerbe erklärt
Hydrokompressorenanlage auf dem Knesebeck in Bad Grund
Die Aufnahme des Oberharzer Wasserregals in die Welt­kul­tur­er­be­liste der UNESCO hat auch für Bad Grund, mit der einzigartigen Hydro­kom­pres­so­ren­an­la­ge, dem Tiefen Ge­org Stollen und dem Ernst-August Stollen Be­deu­tung ersten Ran­ges als maß­gebli­che Glie­der im System der Oberharzer Was­ser­wirtschaft

So. 1. Aug. 2010 Hannover (sz-online). Die Oberharzer Wasserwirtschaft, die einstige Energieversorgung des Harzer Bergbaus, ist in das Weltkulturerbe aufgenommen worden. Das UNESCO-Welterbekomitee beschloss am Sonnabend in Brasilia einstimmig, die im Harz bereits bestehende Welterbestätte aus der früheren Grube Rammelsberg und der Altstadt von Goslar um die Oberharzer Wasserwirtschaft zu erweitern. Der Antragsteller, das niedersächsische Kulturministerium, teilte die Entscheidung am Sonntagmorgen in Hannover mit.
Die Oberharzer Wasserwirtschaft ist ein System aus Teichen, Gräben, Stollen und Wasserläufen, das ab dem Mittelalter für die Versorgung des Harzer Bergbaus mit Wasserkraft errichtet wurde. Die niedersächsische Kulturministerin Johanna Wanka bezeichnete es als „das größte seit dem Mittelalter weiter entwickelte montane Wasserwirtschaftssystem der Welt“. Die Aufnahme in die Welterbeliste sei eine „berech­tigte Aus­zeich­nung für dieses Meisterwerk menschlicher Schöpfungskraft“.
Der Tiefe Georgstollen in Bad GrundDas auch „Oberharzer Was­ser­regal“ genannte System trieb früher die Wasserräder der sehr tiefen Harzer Bergwerke an, die so ihre Ent­:wäs­se­rungs­pumpen ständig in Bewegung halten konnten. Für die Was­ser­wirtschaft wurden nach Angaben des Ministeriums im Mittelalter und der frühen Neuzeit insgesamt 149 Stauteiche, rund 500 Kilometer Gräben, 160 Kilometer Wasserstollen und 30 Kilometer größere Wasserläufe angelegt.
Die einzigartige Anlage zur Lieferung von Wasserkraft bedeckt noch heute eine Fläche von 1.010 Hektar oder gut zehn Quadratkilometern. In Betrieb sind noch 63 Teiche, 70 Kilometer Gräben und 21 Kilometer Wasserläufe. Weitere Gräben von 240 Kilometern Länge sind als trockene Kulturdenkmäler erhalten. Die Oberharzer Wasserwirtschaft war das einzige deutsche Kulturdenkmal, dessen Aufnahme in die Welterbeliste bei der Tagung in Brasilia auf der Tagesordnung stand...Quelle: sz-online
ZDF MEDIATHEK Zum Video
* Video Oberharzer Wasserwirtschaft ist Welterbe

Das Label "Weltkulturerbe" wird internationales Renommee hervorrufen und damit auch positiv auf die Samtgemeinde Bad Grund abstrahlen!

Siehe auch "Aktuelle Presseinformation zum UNESCO-Weltkulturerbe"


Oberharzer Wasserregal jetzt UNESCO-Weltkulturerbe
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(W.R.) Nicht nur für Kenner der Oberharzer Wasserwirtschaft war die Erklärung des UNESCO-Welterbekomitees das Oberharzer Wasserregal zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erheben, eine freudige Überraschung, sondern es war auch eine Überraschung weit über die Harzregion hinaus. So haben namhafte Printmedien in der Bundesrepublik sehr schnell über diese besondere Auszeichnung berichtet. Teilweise sogar sehr ausführlich. Auch Rundfunk- und Fernsehsender brachten die Nachricht in die Wohnstuben. Der Oberharz, mit Clausthal-Zellerfeld im Mittelpunkt, rückte so mit seiner in einigen Jahrhunderten entwickelten Wasserwirtschaft in das Blickfeld der Öffentlichkeit, als an einem frühen Sonntagmorgen die Nachricht aus Südamerika bekannt gemacht wurde

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